Brandenburg im Bild

Historische Stadtansichten aus dem Land Brandenburg

Das Themenportal zeigt historische Stadtansichten des 17.-19. Jahrhunderts aus dem Land Brandenburg.

Historische Stadtansichten erlauben einen Blick in die Vergangenheit. Gewachsene Strukturen, die durch Kriege und politische Entscheidungen der Nachkriegszeit teilweise bis zur Unkenntnis verändert wurden, leben in alten Ansichten weiter. Sie schärfen den Blick des Betrachters für das Einst und Jetzt und stärken die Identifizierung von Bürgern mit ihrer Stadt. In Ausstellungen ist jeweils nur ein Bruchteil an Schätzen zu sehen, die die Museen bewahren. Ziel des Themenportals ist es, umfangreiche Vedutensammlungen im Land Brandenburg öffentlich zugänglich zu machen, das Interesse an ihnen zu wecken bzw. das nachweislich vorhandene Engagement zu stärken.

So verschieden die Kompositionsmöglichkeiten von Stadtansichten sind, so breitgefächert sind die Standpunkte, von denen aus Künstler den Blick auf eine Stadt oder einzelne Gebäude richten. Beliebt ist der Blick von einem erhöhten Standpunkt, der möglichst viel auf kleinem Raum sehen lässt. Daneben gibt es Plätze, einzelne Häuser in ihrer städtebaulichen Umgebung oder bewaldete Landschaften, in die Partien von Städten eingebettet sind. Topographische Genauigkeit wird angestrebt, ist jedoch nicht stets verlässlich. Der Kontext der Entstehung jeder Graphik ist genau zu beachten. Wer war der Auftraggeber? König, bürgerlicher Verleger oder Eigeninitiative? Welche Themen wurden als bildwürdig erachtet? Arbeitete der Künstler in der Natur oder nach bereits vorhandenen Vorlagen? In welchem Zeitraum entstand ein Blatt? Wie haben sich Perspektiven, Drucktechnik und Verbreitungsmöglichkeiten im Laufe der Jahrzehnte gewandelt?

Das Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Brandenburg an der Havel, Museum im Frey-Haus und dem Museum in der Adler-Apotheke Eberswalde bieten in diesem Themenportal Einblicke in Kernbereiche ihrer Sammlungen. Das Portal wird in den kommenden beiden Jahren durch Ansichten aus weiteren Museen ergänzt.

Für die Mitarbeit bei der Bestimmung von Bildinhalten und Datierungen sowie den graphischen Techniken dankt das Potsdam Museum Oliver Max Wenske.

Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur mit Unterstützung der Koordinierungsstelle Brandenburg-digital.

Nach einer Idee von Dr. Iris Berndt.

 

Impressum:

Projektleitung: Dr. Jutta Götzmann

Projektkoordination: Dr. Uta Kaiser

Beratung: Dr. Iris Berndt, Ulf Preuß, Dr. Stefan Rohde-Enslin

Partner: Stadtmuseum Brandenburg an der Havel, Frey-Haus (Desirée Baur, Heike Köhler), Museum in der Adler-Apotheke Eberswalde (Birgit Klitzke, Ramona Schönfelder), Museum Neuruppin (Carola Aglaia Zimmermann)

Texte: Dr. Uta Kaiser, Thomas Sander

Konservatorische Betreuung: Oliver Max Wenske, Meike Mentjes, Gesine Siedler, Susanne Grzimek

Digitalisierung/Fotografien: Digitalisierungslabor der FH Potsdam, kienzle/oberhammer, Michael Lüder, Holger Vonderlind

Objekteingabe: Dr. Uta Kaiser, Dr. Stefan Rohde-Enslin, Dr. Julia Schöller

Normdaten/redaktionelle Nachbearbeitung/Verschlagwortung: Corrie Leitz

2017-02-26